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Zucker, Skeptiker und Verhaltensanalyse

Der Konsum von Zucker macht Kinder nicht aggressiv oder hyperaktiv. Im Gegenteil, die Zuckeraufnahme ist bei vielen Aufgaben sehr nützlich.

Dies ist das Thema eines zweiteiligen Artikels in der Zeitschrift „Skeptiker„. Der Artikel von Stephen Ray Flora und Courtney Allyn Polenick wurde von mir übersetzt und ist nicht nur für Skeptiker, sondern auch für Verhaltensanalytiker interessant. Gerade im zweiten Teil geht es darum, dass Zucker eben nicht der „Treibstoff“ für das Gehirn oder gar den „Geist“ ist – darin steckt also viel Kritik am Mentalismus. Da nicht viele verhaltensanalystische Texte auf Deutsch erscheinen, empfehle ich die Lektüre unbedingt (natürlich auch, weil er ganz super übersetzt ist…).

Hier die Zusammenfassung: „Der Mythos, dass der Konsum von Zucker Hyperaktivität oder andere Verhaltensprobleme bei Kindern oder Erwachsenen verursacht, ist durch viele Studien widerlegt. Vermutlich wird dieser Mythos durch soziale Verstärkung und die Bestätigungstendenz aufrechterhalten. Dagegen zeigen viele Studien, dass die Aufnahme von Zucker die sportliche, kognitive und schulische Leistung verbessern, die Selbstkontrolle stärken und die Häufigkeit aggressiven Verhaltens verringern kann. Diese Effekte sind unmittelbar nach Aufnahme des Zuckers am deutlichsten. Zwar benötigt das Gehirn bekanntlich große Mengen an Glucose. Dennoch ist der genaue physiologische Mechanismus, der für die leistungssteigernden Effekte des Zuckers verantwortlich ist, noch umstritten“.

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Eingeordnet unter Psychologie, radikaler Behaviorismus, Skepsis, Verhaltensanalyse