Da ich hier schon mal angefangen habe, den Begriff der „psychische Krankheit“ zweifelhaft erscheinen zu lassen (tut mir leid für all die kognitive Dissonanz bei einigen Lesern…), lege ich hier noch einen drauf. Julian Elliott und Elena Grigorenko finden, dass eigentlich gar nicht klar ist, was „Legasthenie“ (engl. dyslexia) eigentlich ist und ob’s die so gibt.

Advertisements

5 Kommentare

21/08/2014 · 19:45

5 Antworten zu “Legasthenie

  1. Frage

    Wie sieht da eigentlich der Stand bei Verhaltensforschern aus?

    • Zum Thema Lese-Rechtschreibschwäche kenne ich bislang nur Artikel, die sich mit der Therapie derselben befassen, keine zu den vermuteten Ursachen. Verhaltensanalytiker sollten die Ursachen wohl eher in der Lerngeschichte des Individuums sehen. Was der Artikel ja auch anspricht ist, dass es kein einheitliches Erkrankungsbild gibt, sondern unterschiedliche Formen, je nachdem, wo die Ursache liegt. Auch sensorische Defizite können eine Ursache sein.

  2. Konrad Kommentarius

    „Da ich hier schon mal angefangen habe, den Begriff der “psychische Krankheit” zweifelhaft erscheinen zu lassen (tut mir leid für all die kognitive Dissonanz bei einigen Lesern…), lege ich hier noch einen drauf.“

    Ich hoffe mal, dass dieser Kommentar hier überhaupt freigeschaltet wird.

    Was für den einen ein großer Vorteil ist, ist für den anderen grade das Zeichen der Beschränktheit:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=12864.0;wap2
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=12864.msg166193#msg166193

    Dort wird ganz klar darüber geredet, dass der Ansatz der Verhaltensanalyse veraltet ist, eben weil er nicht in der Lage ist, psychische Krankheiten angemessen zu beschreiben. Das ist eine Kritik aus den Reihen der Skeptikerbewegung, nicht von irgendwelchen Luftschlösser bauenden Tiefenpsychologen oder ähnliches.

    Was hat die Verhaltensanalyse darauf zu kontern?

    • Werter Nutzer eines Decknamens,
      welches inhaltliche Argument sollte ich da denn finden, das diese Behauptung stützt? „Kritik aus den Reihen der Skeptikerbewegung“: Meinst du das als Autoritätsargument? Ein anonymer „sweeper“ schätzt ein, dass es nur noch wenige Anwendungsgebiete der Verhaltensanalyse gibt. Aha. Offenkundig kann „sweeper“ Verhaltensanalyse (experimental / applied behavior analysis) nicht von der Verhaltens- und Problemanalyse der Kognitiven Verhaltenstherapie unterscheiden („Es geht dort vorwiegend um Verhaltensanalyse. Diese hat (diagnostisch) durchaus ihren Platz in einem psychotherapeutischen Gesamtkonzept – als ein Baustein unter vielen“). Und dieser „Autorität“ schenkst du, „Konrad Kommentarius“, Glauben?
      Informiere dich doch erst mal:
      Über die Bereite der Anwendung hier und hier.
      Über den Verlauf der Wissenschaftsgeschichte in Sachen Psychologie (kognitive Wende?) hier und hier
      und vielleicht liest du mal das „Sockenfressende Monster in der Waschmaschine„, um dich mit dem skeptischen Denken vertraut zu machen.
      Interessant finde ich, dass anscheinend jede differenzierte Kritik am Krankheitsbegriff als „Antipsychiatrie“ abqualifiziert wird. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik finde ich nirgends, lediglich ein Ad-Hominem-Argument („ausgerechnet eine Professorin für Soziale Arbeit“). Schade, gerade weil ich da keine felsenfeste Überzeugung habe, wäre ich an intelligenten Gegenargumenten interessiert…

  3. Konrad Kommentarius

    Was kontert der Verhaltensanalyter eigentlich darauf:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=12864.msg166193#msg166193

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s